Von Kalibukbuk aus sind wir an den Lake Batur gefahren. Der Taxifahrer chauffierte uns zu einer Unterkunft, welche dann aber nicht ganz so "ahmächelig" war, deshalb wollten wir uns noch etwas umschauen was es denn sonst noch so für Alternativen gäbe. Die zweite Unterkunft schien auf den ersten Blick ganz gut zu sein, direkt am See und die Zimmer waren schon etwas besser. Als wir dabei waren die Personalien anzugeben, bemerkten wir, dass der Taxifahrer immer noch draussen stand und uns nicht aus den Augen liess. Erst jetzt realisierten wir, dass alle Personen um uns herum irgendwie ein bisschen wie Mafioso aussahen... weit und breit keine Frau in Sicht. Komisch dachten wir, er hat uns ja von sich aus hierher gebracht und meinte es sei eine gute Wahl (dazu muss man sagen, dass dieses Dorf nicht im Reiseführer angegeben ist, deshalb waren hier keine anderen Touris und die Unterkünfte begrenzt). Die Typen wurden auf einmal ziemlich fordernd und wollten uns gleich eine Wandertour, einen Guide und natürlich auch den Taxifahrer für den nächsten Tag andrehen. Wir fragten nochmals beim Taxifahrer nach, ob wir denn an diesem Ort wirklich gut aufgehoben sind, daraufhin meinte er natürlich es sei eine gute Unterkunft, allerdings stand auch die ganze Truppe um uns herum. In einem unbeobachteten Moment flüsterte er uns jedoch zu, wir sollen sehr vorsichtig sein hier.... was auch immer er meinte, wir waren ziemlich verunsichert und haben ihn daraufhin gebeten, uns am nächsten Morgen wieder hier abzuholen. Naja, so schlimm wars dann doch nicht, sie wollten uns einfach nur alles mögliche andrehen und uns das Geld aus den Taschen ziehen. Wir sind ja schon mit dem Ziel hierhergekommen, den heiligen Vulkan zum Sonnenaufgang zu besteigen, allerdings wurde dieser Wunsch durch das Wetter und die sehr unsympathischen Mafiosos auf Eis gelegt. Am nächsten Morgen kam wieder irgend so ein komischer Typ und meinte unser Fahrer sei krank und er sei unser Ersatz. Jaja, dass kennen wir ja schon. Natürlich haben wir gleich unseren Fahrer angerufen um nachzufragen, dieser meinte er sei auf dem Weg, es klappe alles wie abgemacht. Wütent verschwand der andere wieder zu seiner Truppe, sie diskutierten eine Weile, griffen zum Handy, faselten etwas hinein und hielten es mir wieder hin. Wieder war unser netter Fahrer dran und erklärte mir irgend etwas von einer Krankheit welche er schon gestern hatte und leider doch nicht kommen könne. Der arme Mann klang ziemlich verängstigt. Nun hatten wir keine andere Wahl und stiegen in das eher weniger schöne Auto der Mafiabande ein. Glücklicherweise erreichten wir einige Stunden später, nach einer holprigen Fahrt, Tirta Gangga. Das war ein abgekartetes Spiel, die haben dem armen Taxifahrer ziemlich die Hölle heiss gemacht, ihr Dorf, ihre Regeln, wie es in Asien halt so läuft. Auch in Bali gibt es Ganoven....
In Tirta Gangga besuchten wir den königlichen Wasserpalast, oder was von ihm übrig blieb. Das Wetter hat sich nicht geändert und es regnete einfach ab dem Mittag wie gewohnt. Von Tirta Gangga aus fuhren wir nach Padang Bay, ein kleines Hafenstädtchen mit viel Charme. Per Boot sind wir am nächsten Morgen weitergereist nach Gili Trawangan, eine der berühmten Inseln vor der Küste Lomboks.....
Fischer auf dem Lake Batur
balinesischer Kiosk
in Tirta Gangga
in Tirta Gangga
in Tirta Gangga
Reisfelder Tirta Gangga
Reisfelder Tirta Gangga
unsere Unterkunft in Tirta Gangga