Sonntag, 30. Juni 2013

BORACAY

Von Iloilo aus sind wir mit dem Bus nach Caticlan gefahren (wir waren ziemlich froh Iloilo schnell wieder verlassen zu können... ). In Caticlan am Hafen kamen wir uns vor wie an einem internationalen Flughafen. Gepäck wurde gescannt und für jeden "Seich" mussten wir irgendeine Gebühr bezahlen und dass alles nur für auf eine so kleine Insel zu gelangen. Aber Boracay ist halt nicht nur irgendeine kleine Insel wie wir feststellten, Boracay ist DIE Insel der Philippinen. Dort angekommen haben wir uns erst einmal auf Zimmersuche begeben. Der Strand auf welchen sich alles konzentriert (namens White Beach, 3,5 km lang) ist von A-Z mit Hotels, Restaurants und Souvenirläden überhäuft. Die ersten beiden Unterkünfte welche unserem alltäglichen Budget entsprachen haben wir nach der Besichtigung Hals über Kopf wieder verlassen (die zweite Unterkunft hat ganz auf Fenster und Türen verzichtet...). Uns wurde schnell klar, dass wir nun wieder auf einer sehr touristischen Insel gelandet sind und die Preise etwa doppelt so hoch sind wie sonst.
Für die erste Nacht haben wir im Tree House eingecheckt, aber dieses haben wir am nächsten Morgen wieder verlassen da alles etwas sehr schmudelig war und unser französischer Zimmernachbar mit welchem wir das Bad teilten anscheinend keinen Sinn für Hygiene besass.
Nachdem wir uns etwas umgeschaut haben, fanden wir ein super Bungalow. Es lag zwar nicht direkt am Strand sondern in einer Hintergasse, aber dafür war es ruhig und hat uns für nur einen 5-Liber mehr jeglichen Luxus geboten (Aircon, Pool, eigenes Bad, eigene Veranda und Hängematte :-) ).

Die Touristen waren hauptsächlich asiatischer Herkunft da ja Nebensaison ist. Allerdings haben wir auch sehr viele Klischeetouris (ältere westliche Männer) mit blutjungen Philippinas gesehen. Wir haben uns manchmal darüber amüsiert, manchmal ziemlich gefragt und einige Male wollten wir schon den Jugendschutz anrufen. Natürlich ist dieses Klischee überall in Asien anzutreffen, aber auf den Philippinen war es schon krass. Einige Mädchen waren bestimmt noch keine 15 Jahre alt.

Der Strand an sich wäre wunderschön, aber total überlagert von Leuten welche dir non stopp irgend einen Trip andrehen wollen. Auch die Hitze hat uns nicht häufig an den Strand getrieben (Schatten = 0), Erinnerungen an Mandalay wurden wach. :-)

Sobald man die Tourizone - sprich Strandviertel - verliess und Richtung andere Inselseite spazierte, kamen die anderen Seiten von Boracay zum Vorschein. Dort trafen wir auf die Einheimischen Quartiere, die aus einfachen Bambushüttleni bestehen. Grösser könnte der Kontrast auf der Insel nicht sein innert 500 m. Jeden Abend kamen die Obdachlosen Menschen aus ihren Verschlägen hervor und bettelten am belebten Strandweg. Kinder ohne Kleider, total kraftlos und mit aufgeblähten Bäuchen. Ein Anblick welcher uns in der Seele weh tat. Anscheinend wird dies einfach übersehen...

Eine andere Touriattraktion welche sehr gut ankommt (und uns eher zur Weissglut trieb!) war der Stand am Strand, an welchem täglich ein ausgewachsener Tiger, eine Löwin und eine Riesenschlange zum Fotoshooting platziert wurden. Die Tiere bewegten sich kaum und waren jeden Tag total mit Beruhigungsmittel zugedröhnt damit die Touristen sich halb auf die Tiere legen konnten um ein schönes Ferienfoto zu bekommen. Nichts ist unmöglich in Asien...

Wir haben die Zeit hauptsächlich genutzt um zu relaxen. Viele Bücher wurden verschlungen und dazwischen ab und zu eine Abkühlung. Zum zmörgelen haben wir ein Beizli gefunden welches echtes Brot hatte und sogar Emmi-Joghurt importiert aus der Schweiz. :-)
Am letzten Tag hat es geregnet wie aus Kübeln und innert kürzester Zeit standen die Strassen total unter Wasser.

Da es uns ein bisschen wiederstanden hat nochmals drei Tage im Bus zu verbringen um zurück nach Cebu City zu gelangen, entschieden wir uns kurzerhand für das Flugzeug. Und ihr werdet es uns vielleicht nicht glauben, aber für den Transport vom Hotel zum Hafen, Bootsfahrt nach Caticlan und danach Bustransfer in das 75 km entfernte Kalibo zum Flughafen, inklusive Flug nach Cebu haben wir gerade mal Fr. 45.- pro Person bezahlt... und das Flugzeug ist geflogen... und wir sind heil angekommen in Cebu! Auch das ist Asien...

Boracay ist eine schöne Insel und bietet alles was das Herz begehrt. Wir haben die Zeit genossen und  es war ein super Ausklang für unseren Philippinen-Trip.

Nun sitzen wir wieder in Cebu City in der selben Pension wie schon vor drei Wochen. Morgen fliegen wir via Singapur zurück nach Bali - schon etwas wehmütig, denn schon bald trennen sich unsere Reisewege.










 

Samstag, 22. Juni 2013

Dumaguete - Sipalay - Bacolod - Iloilo

Dumaguete haben wir bereits schon einige Tage hinter uns gelassen. Leider hatten wir kein Internet, deshalb konnte ich nicht posten.
Also, von Dumaguete aus haben wir einen Ausflug gemacht in die Berge zu den Twin Lakes. Die Fahrt bis dort war etwas mühsam mit dem Roller da wir zu Hause bei solchen Strassen den Roller schon längst hätten stehen lassen. Die Einheimischen haben uns non stopp überholt und vorgezeigt wie es denn gehen würde. Ja auch wir haben es irgendwann geschafft. Die Landschaft ist wunderschön und die kleinen einheimischen Dörfer haben sich in den letzten Jahrzehnten wahrscheinlich nicht gross weiterentwickelt. Die Fahrt wieder hinunter an die Küste haben wir auch unfalllos geschafft, die Bremsen sind zwar etwas heiss geworden und die Hände etwas kraftlos aber sonst war alles tip top.

Von Dumaguete haben wir den Bus genommen nach Sipalay, natürlich wieder nach ewigem Warten am Bahnhof (we nid hüt, de viellicht ja morn ;-)). Die Fahrt sollte eigentlich 4 1/2 Std. dauern, das Ziel erreichten wir jedoch erst nach etwa 6 Stunden. Da es schon langsam am eindunkeln war, haben wir im erst besten Hotel eingecheckt. Am nächsten Morgen konnten wir bei Tageslicht etwas besser die Umgebung auskundschaften und stellten fest, dass Sipalay ein einfaches Fischerdorf ist... Berühmt in dieser Gegend ist der Sugar Beach, welcher jedoch etwas ausserhalb des Dorfes liegt. Wir haben bei einem Hotel angerufen und gleich Zimmer reserviert. Da der Wellengang zu hoch war auf dem Meer, konnten wir nicht direkt mit dem Boot übersetzten. Also gings per Tricycle wieder etwa 15 km landeinwärts bis zu einer Brücke. Dort wurden wir per Schifftaxi (welches uns das Hotel geschickt hat) abgeholt und wir fuhren auf dem Fluss entlang durch den Jungel bis fast zur Meereseinmündung. Von dort aus war es nicht mehr weit zu Fuss. Die Besitzer des Hotels sind eine Französin und ein Deutscher welche aber beide fliessend Schweizerdeutsch sprechen da sie lange in der Schweiz lebten. Nun leben und arbeiten sie seit 11 Jahren an diesem wunderschönen Flecklein Erde. Wie der Name des Hotels "Taka Tuka Lodge" schon sagt, kommt man sich vor wie in der Villa von Pippi Langstrumpf. Das ganze Hotel ist absolut kreativ gebaut. Wir verbrachten ein paar schöne Tage dort und haben das feine Schweizeressen genossen. Chrigel konnte endlich wieder einmal richtigen Cervelat-Salat und Rösti mit Speck essen....

Gestern sind wir weitergereist mit dem Bus nach Bacolod. Eigentlich wollten wir dort direkt zum Hafen und per Fähre auf die nächste Insel Panay fahren, aber da auch dieser Bus viel länger unterwegs war als angegeben, haben wir uns für eine Nacht in Bacolod einquartiert. Da wir langsam etwas knapp bei Kasse waren da seit Cebu kein Geldautomat unsere Karten akzepierte, mussten wir mühsam durch die Stadt laufen und ein Automat nach dem anderen ausprobieren. Bei Nr. 7 hatten wir endlich Glück. Mit vollem Geldsack sind wir dann heute per Fähre nach Iloilo gefahren. Nun sind wir von unserem Ziel Boracay nicht mehr so weit entfernt und hoffen morgen nach einer nochmaligen langen Busfahrt am Strand der Träume anzukommen.

 
 




 
 
 
 
 
 
 
 
 


Samstag, 15. Juni 2013

Von Cebu nach Negros

Den Busbahnhof in Cebu haben wir gefunden und auch den richtigen Bus zu unserem ersten Ziel Bato. Nachdem alles Gepäck verstaut war und wir bereits Platz genommen hatten, hiess es wir müssen noch ca. eine Stunde auf weitere Passagiere warten (Busfahrplan überflüssig hier zu Lande). Nachdem wir einige Zeit bereits vertrödelt hatten, wurden wir darüber informiert, dass der Bus in einer halben Stunde mit nur drei Passagieren an Bord nicht fahren wird. Zum Glück haben wir nachgefragt ob die Herrschaften denn glauben es käme noch jemand, die Antwort war ein deutliches NEIN mit viel Gelächter....
Uns blieb nichts anderes übrig als Zielort oder Bahnhof zu wechseln. Wir entschieden uns für die einfachere Variante und stiegen in den schon fast gefüllten Bus welcher nach Moalboal fuhr, liegt ja in derselben Richtung. Vor der Abfahrt wurde darauf geachtet, dass auch der letzte Platz vergeben werden konnte. Da wir überdurchschnittlich viel Gepäck dabei hatten, kam es dass Mirjam und Nina sich eingequetsch auf einem Sitzplatz wiederfanden! Chrigel konnte etwas mehr Freiheit geniessen, jedoch schaute er immer ängstlich zur Sitznachbarin, welche ihr Kleinkind mit Schoppen und Wurst während der holprigen Fahrt ruhig stellte. Nach einigen Stunden erreichten wir endlich das Fischerdorf Moalboal. Wir ergatterten uns die letzten zwei Zimmer in einem Guesthouse direkt am Meer. Die Zimmer waren eher Kammern (jedenfalls Chrigel und Mirjam ihres), aber zum Schlafen reichte auch das.  Ja das Dorf selbst war nicht gerade der Hit, eher ein Mekka für Tauchangefressene, also nichts für uns. Am nächsten Tag fuhren wir per Tricycle zurück zur Hauptstrasse und platzierten uns am Busstopp. Bereits nach 20 Minuten kam der Bus, gross angeschrieben mit BATO herangerast (also fast vorbeigerast!) und wenig später fanden wir uns mit Sack und Pack im Bus wieder. Auch die Philippinos lieben die Geschwindigkeit. Der Fahrer raste wie ein Wahnsinniger der Küstenstrasse entlang. Leider reagierten wir zu wenig schnell und verpassten den Halt am Hafen von Bato. Also sattelten wir an der Endstation unsere Rucksäcke und marschierten der Strasse entlang zurück. Die Fähre welche uns auf die nächste Insel Negros bringen sollte, liess nicht lange auf sich warten.  Bevor wir den Hafen von Tampi erreichten, konnten wir bereits den Bus nach Dumaguete besteigen welcher auch an Board der Fähre war. Nun sind wir seit gestern hier in einem gemütlichen Hostel einquartiert in der Universitätsstadt Dumaguete im Süden von Negros. Auch hier auf den Philippinen muss man nicht viel unternehmen um etwas zu erleben, uns gefällt das! ;-)

 
Busfahrt nach Moalboal
 
 
Guest House in Moalboal

 
Tricycle...

 
Fähre nach Tampi, Negros

 
Dumaguete
 


 

Mittwoch, 12. Juni 2013

Bye Bye Bali - Hello Philippines...

Die Gili-Inseln haben wir verlassen und sind mit einem Zwischenstopp in Padang Bay zurück nach Kuta gereist. Patrick hat unsere Weltenbummler-Truppe am 09. Juni verlassen uns ist nach Bangkok geflogen, von wo aus er heute seine Heimreise angetreten hat.
Da waren's nur noch drei...:-(
Wir haben noch zwei Tage in Kuta verbracht, gestern Abend haben auch wir die Trauminsel verlassen. Dummerweise hat die Dame bei der Passkontrolle bemerkt, dass unser Visa schon einen Tag abgelaufen war... sofort wurden wir ins Büro zitiert und natürlich mussten wir zahlen (man kann's ja versuchen, hehe...). Der Herr war aber freundlich und berechnete uns nur den einen Tag den wir überschritten haben. Abends startete unser Flugi Richtung Singapur. Da es nicht anders ging, standen uns 10 Std. Aufenthalt am Flughafen bevor... wir hatten also genügend Zeit diesen riesigen Flughafen auszukundschaften und kamen zu dem Fazit, dass der Titel "bester Flughafen weltweit in Folge" nur zurecht erteilt wurde! Von all den Flughäfen die wir kennen ist dieser also ganz "obä us"! Wir haben ein Schlafplätzli gefunden und die Nacht war schnell vorüber. Heute morgen gings dann weiter nach Cebu-City. Diese Stadt liegt auf der Insel Cebu welche zu den Visaya-Inseln der Philippinen gehört. Nach dem sehr touristischen Bali sind wir hier wieder etwas weniger touristisch unterwegs, auf jeden Fall bis jetzt. Die Stadt ist nicht gerade begeisternd, aber wir wollen hier ja auch keine Wurzeln schlagen. Unser Plan ist es von hier aus zur berühmten wunderschönen Insel Boracay zu reisen. Heute haben wir bei verschiedenen Orten nachgefragt aber anscheinend ist das nicht gerade üblich per Land-/Schiffweg, alle wollten uns nur Flüge verkaufen. Also werden wir morgen einfach mal zum Busbahnhof gehen und dann schauen wo es uns hintreibt, je nach dem wohin es Bus- und natürlich auch Fährenverbindungen gibt.

 
bye bye Wälti, gniess ds Greenfield! :-)
 
 
Flughafenbett ;-)
 
 

Donnerstag, 6. Juni 2013

paradisische Inseln...

Wir haben einige schöne, gemütliche Tag auf der Insel Trawangan verbracht, haben nun die Rucksäcke wieder gepackt und werden in einigen Stunden per Schiff zurück nach Bali reisen.
Die Insel hier ist ein Traum! Wunderschöne Sandstrände, türkisblaues Meer und Sonnenschein.... Gili Trawangan ist zwar die grösste der drei nebeneinander liegenden Gili Inseln, aber auch diese kann man in zwei Stunden zu Fuss umrunden. Jeden Abend gibt es einen Foodmarket, unsere tägliche Anlaufstelle! Das Essen ist sooo gut...
Chrigä ist vor drei Tagen auf die benachbarte Insel Gili Meno gezogen. Gestern haben wir sie besucht. Die Insel ist kleiner, hat einige Bungalows zu bieten, einige Restaurant und einen Supermarkt, dann hat's sich aber auch schon. Also perfekt zum faulenzen... :-) wir wünschen Chrigä weiterhin eine schöne Reise, wir werden uns dann zu Hause wieder sehen. So, jetzt gibt's natürlich noch einige Fotos zum neidisch werden!;-)