Mittwoch, 25. September 2013

Kenilworth Rodeo

In Kenilworth besuchten wir das alljährlich durchgeführte Rodoe. Wir waren schon gespannt, wie so was abläuft.
Das Showgelände war schon gut besucht als wir eintrudelten. Neben den Rodeodisziplinen fand auch ein Springturnier und eine Pferdevorführshow statt, dies interessierte uns aber nicht wirklich, dass haben wir ja zu Hause auch.
Um die Arena waren Tribünen aufgestellt und die Cowboys schon voll bei der Sache als wir uns ein Platz sicherten.
Viele verschiedene Disziplinen wurden geboten. Am meisten Zuschauer gab es aber beim Bullenreiten. Eine Runde dauert maximal 8 Sekunden, falls der Reiter so lange auf dem Tier bleibt ohne abgebuckelt zu werden (eine Hand darf das Tier nicht berühren!) springt er von sich aus ab, oder versucht es zumindest. Dasselbe machen sie mit den Wildpferden (welches natürlich keine Wildpferde sind, sondern einfach nicht eingerittene Tiere). Bei den Pferden reiten immer zwei Cowboys mit in der Arena und falls der Reiter nach 8 Sekunden sich immer noch auf dem Pferd halten kann, reiten die zwei Anderen neben das bockige Pferd, damit der Rodeoreiter sich über eines der anderen Pferde abrollen kann und nicht gleich drunter kommt. Ja also immer hat das ja nicht geklappt. Der eine Cowboy wurde relativ schnell abgebuckelt, konnte aber dummerweise seine Hand nicht vom Pferd lösen, der hat sich einfach zu fest in den Strick gekrallt. Dem Pferd war dies natürlich egal, schonungslos schleifte es den Reiter mit, der kam wortwörtlich unter die Hufe. Da gabs mal Action in der Arena, aber helfen kann man ja nicht wirklich, einfach hoffen dass der Kerl sich vom Pferd lösen kann. Hat er dann auch geschafft und humpelte vom Platz (Mitleid gab es keines.... Berufsrisiko!).
Auch das Lassowerfen haben wir uns angeschaut. Ich hoffte ja immer, dass die Kälber schnell genug die andere Seite erreichten, aber natürlich schaffte es nicht jedes. Das spielte sich dann ungefähr so ab: Kalb rennt los, zwei Cowboys auf Pferden jagen hinterher, der eine wirft sein Lasso, falls er das Kalb hat, muss der andere Cowboy sein Lasso werfen und versuchen ein Hinterbein zu ergattern, falls ihm das gelingt, sollte das Kalb dann zwischen den beiden Pferden stillstehen, falls nicht hat das Kalb meistens schon die sichere andere Seite erreicht und wird rausgelassen.
Dann gabs da noch das Kälber fangen. Dies spielte sich ähnlich ab: Kalb rennt los, zwei Cowboys auf Pferden jagen hinterher, nur bei dieser Disziplin versucht der Reiter möglichst nahe ans Kalb zu kommen, springt dann vom galoppierenden Pferd auf das Kalb, legt es auf den Rücken und bindet ihm die Beine zusammen.... ja und diese ganze Sache dauert so ca. 10 Sekunden.... ganz schön flink. Zu meiner Beruhigung haben wir festgestellt, dass die Kälber immerhin einen Ohrenschutz tragen.
Dann haben wir uns noch das Barrel Race angeschaut, dabei geht's um Geschwindigkeit und um das Umrunden von drei Tonnen, und natürlich auch die Frauendisziplinen. Diese waren alle die einfachere Form als bei den Männern. Also Frauen stürzten sich nicht auch Kälber und durften auch beim Lassowerfen, sobald sie das Kalb hatten, das Lasso loslassen (sonst wäre wahrscheinlich Eine nach der Anderen vom Pferd gezogen worden).
Am Schluss kamen dann noch die Nachwuchscowboys zum Zuge und zeigten ihr Können im Bullriding. Die 8-10 jährigen Jungs versuchten sich so gut es ging 8 Sekunden lang auf einem galoppierenden Kalb zu halten... Talent war da auf jeden Fall beim Einen oder Anderen vorhanden! ;-)
Der Tag ging schnell vorüber und wir konnten uns einen Überblick verschaffen wie das Rodeo so abläuft. Die Kälber blieben alle unverletzt und die Bullen und Pferde haben es hoffentlich auch gut überstanden.








 

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