Freitag, 8. Februar 2013

Zugfahren in Indien, immer ein Abenteuer...

Wir erlebten wieder einmal eine amüsante Zugreise. Der Zug fuhr um 06.15 Uhr los in Udaipur, da war noch genügend Platz vorhanden, der Zug war so zusagen fast leer. Wir freuten uns auf eine ruhige Reise, dem war natürlich nicht so. Nach wenigen Haltestellen war unser Wagon vollgestopft. Zum Glück reisen wir nie ohne Sitzplatzreservierung, dies ist Gold wert!
 
Die Zeit vergeht jedoch immer schnell und immer läuft irgendetwas im Wagen. Zirka fünf Mal die Stunde hört man wieder rufen "Chai, Chai, Chai...", dann flitzt jemand mit dem Teekanister vorbei. Regelmässig kommt jemand mit Esswaren vorbei, von Currys über Früchte, Eintopf, Eier, alles Mögliche. An jeder Haltestelle warten schon die Krimskramsverkäufer die in den Zug springen und die Zeit nutzen bis der Zug weiterfährt um irgendetwas zu verkaufen. Falls man vielleicht kurz mal Ruhe hat von den manchmal doch anstrengenden Gerüchen des Essens, gehts meistens nicht lange bis irgendwelche Musikanten zu steigen und ihr Können zum Besten geben, indische Musik ist halt nicht so unser Geschmack. In regelmässigen Abständen kommen Kinder oder Frauen mit Babys vorbei die ziemlich hartnäckig betteln...manchmal zeigen die Kinder Kunststücke und gehen dann mit der Sammeldose herum.
Eigentlich geht es immer friedlich zu und her. Nur einige Male war uns nicht ganz so wohl bei den Nachtzügen welche in den Vororten grösserer Städte halten und dann die Türen öffnen, meistens steigen Jungs ein welche den Zug "putzen" oder auf Flaschensuche sind und natürlich Geld wollen. Da in der Nacht nicht so viel läuft im Zug und meistens viele Passagiere früher ausgestiegen sind als wir, sind wir (also Touris) hauptsächlich Ziel dieser Jungs welche zum Teil ziemlich fordernd und aggressiv werden...zum Glück ist bis jetzt immer alles gut gegangen.
 
Im Zug erlebt man auf jeden Fall das wirkliche Indien!
 

 
 
 
 

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